Polit-Forum 05/2017

Naherholungsgebiet Richigengraben

 

Der „Gräbu“ ist mit Sicherheit das schönste Fleckchen Erde in unserer Gemeinde. Naturbelassen, lauschig, verträumt, wildromantisch… Kurz ein Naherholungsgebiet das von Vielen geschätzt wird und zu dem wir Sorge tragen müssen.

Jetzt sind Bauarbeiten in Gang. Realisiert werden ein Neubau und Ausbau von Maschinenwegen und Waldstrassen. Die Rodungsarbeiten haben eine Schneise der Verwüstung in den nordwestlichen Teil des Richigengrabens gerissen. Eine 3.20 Meter breite Strasse wird am westlichen Waldrand entlang gezogen um eine effiziente Waldbewirtschaftung zu ermöglichen. Über alle Gräben und natürliche Hindernisse hinweg wird gewalzt und planiert. Selbst mitten durch den Bach führt die neue Strasse.

Der Richigengraben ist ein kleines Stück Wald. Ein grosser Teil des nordwestlichen Baumbestands wurde für den Bau der Erschliessungsstrasse gerodet. Nun hat die Burgerkorporation Richigen eine Waldstrasse, bloss fehlt jetzt der Wald zur Bewirtschaftung. Ein richtiger Schildbürgerstreich!

Diese Bilder machen mich traurig und wütend. Wie ist so etwas nur möglich? Warum wurde das Baugesuch bewilligt? Durch welche Stellen wurde das Projekt geprüft und beurteilt? Wurde überhaupt kritisch hingeschaut? Und wo ist die Verhältnismässigkeit?

Wir werden diesen Fragen nachgehen und hoffen, dass wir wenigstens die Fertigstellung des Projekts noch verhindern können.

Fotos:   Günter Heil
Text:    Sibylle Flentje