Polit-Forum 13/2016

Worb wohin?

Worb kann wieder wachsen. Mit der Genehmigung der Teilrevision der Ortsplanung 2013 kann endlich neuer Wohnraum entstehen. Gute Steuerzahler werden nach Worb ziehen. Aus ökologischer Sicht sind Bauprojekte, die den vorhandenen Boden besser nutzen und eine gute Energieeffizienz aufweisen, zu begrüssen.

Verdichtetes Bauen ist aber anspruchsvoll und muss mehr als einen haushälterischen Umgang mit dem Boden berücksichtigen. Themenbereiche wie Verkehr, Mobilität, Naherholung und Sozialstruktur sind genauso wichtig. Wie soll unsre Gemeinde in ein paar Jahren aussehen? Wer soll hier wohnen? Wie ist die Erschliessung? Wie die Anbindung an den ÖV? Wie ist die Verkehrsführung für Fussgänger und Velos geregelt? Wo planen wir Naherholungsgebiete und Begegnungsorte für unterschiedlichste Ansprüche und welche Massnahmen braucht es, um auch genügend günstigen Wohnraum schaffen zu können? Welchen Spielraum zur Weiterentwicklung lassen wir offen? Fragen über Fragen. In absehbarer Zeit werden in der Gemeinde Worb das Areal der Metzgerei Liechti, der Dreiklang und das Sonnen Areal gebaut. Wohnraum für viele Menschen und hoffentlich auch neuen Geschäften.

Bevor nun aber voller Tatendrang gebaut wird, sollten die aufgeworfenen Fragen beantwortet werden. Nur das macht eine Gesamtplanung möglich. Wie das Gesicht unserer Gemeinde dereinst aussehen wird, steht und fällt mit dieser Planung.

Fehlplanungen älteren und jüngeren Datums gibt es in unserer Gemeinde einige.

Das Bärenzentrum veranschaulicht gut, wie ein Bauprojekt das ursprünglich als Dorfzentrum und Begegnungsraum gedacht war, zu einem fast unlösbaren Problem für eine Gemeinde werden kann. Die misslungene Verkehrsführung ist dabei nur ein Faktor. Andere grundlegende Fragen wurden bei der Planung nicht genügend berücksichtigt.

Zu hoffen, dass sich irgendwie, irgendwann alles zu einem gefälligen Ganzen fügen wird, ist naiv.

Die Grünen setzen sich für eine weitsichtige Planung ein, bei der möglichst alle Aspekte eines gelungenen Zusammenlebens berücksichtigt werden.

 

Für die Abstimmungen vom 27. November 2016 geben die Grünen Worb folgende Empfehlungen ab:

JA zur Volksinitiative Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)
NEIN zur Spitalstandortinitiative
Gemeinderats-Wahlen Worb:  GGR-Liste 5 + GR liste 6

Sibylle Flentje, Grüne Worb