Im Archiv des Polit-Forums können Sie auch in früheren in der Worber Post” veröffentlichen Beiträgen nachlesen, wofür wir uns in unserer Gemeinde engagiert haben – nicht immer mit Erfolg (leider), aber immer mit Überzeugung und Herzblut im Sinne unseres Leitbildes der GRÜNEN WORB.

Umgestaltung Dorf-Zentrum Worb

Als letzte Etappe der Verkehrssanierung wird das Worber Dorf-Zentrum neu zur Tempo-30-Zone und zu den Pendlerzeiten sowie an Sonn- und Feiertagen für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Nun stehen zur Zeit noch die Sperrzeiten für den Durchgangsverkehr „im Zentrum“. Der Gemeinderat hält aber richtiger weise an der temporären Sperrung der künftigen Gemeindestrassen Bern- und Bahnhofstrasse mittels versenkbarer Poller, wie geplant fest – die Realität wird zeigen, welches Regime das wirkungvollste ist.
Bei all dem darf die Chance einer Neugestaltung unserer Verkehrswege auf der Basis von mehr Sicherheit für den Ruhendenund den Langsamverkehr nicht vergessen werden: Ein verkehrsberuhigtes Dorfzentrum ist noch immer kein „verkehrs-freies “Dorf-Zentrum.
Deshalb soll hierzu ein Konzept, das in vielen velo- und langsamverkehrs-freundlichen Städten und Dörfern bestens funktioniert, aufgezeigt werden.

Dank einer Integralen Radweg-Markierung können Zweiradfahrer (Velos/Mofas) immer den aufgemalten roten Radstreifen befahren – bei Gegenverkehr können Motorfahrzeuge erst kreuzen, wenn wieder genügend Raum besteht. Ansonsten steht weiterhin die gesamte Breite der Fahrbahn zur Verfügung.

Und das Ganze ohne bauliche und sehr teure Massnahmen!

Zudem ist die Integrale Radweg- Zone dabei insgesamt klar als verkehrsberuhigt erkennbar.
Ziel-Bereich: Bernstrasse, Bahnhofstrasse (evtl. auch Bollstrasse bis Enggisteinstrasse), gesamte Tempo-30-Zone bzw. temporäre Sperrzonen.

Günter Heil, Mitglied Grüne Worb

Klar JA – zur Steuererhöhung

Steuererhöhungen sind unerfreulich und treffen uns alle. Wer bezahlt schon gerne mehr, ohne mehr dafür zu bekommen. Die Steuergesetzrevision des Kantons hat uns Steuereinsparungen von durchschnittlich 4 Steuerzehnteln gebracht, die wir gerne angenommen haben. Die Gemeinde nimmt dadurch aber jährlich rund 2.2 Mio. Franken weniger ein. Zudem führt die Neuordnung des Finanz- und Lastenausgleichs zu einer Mehrbelastung unserer Gemeinde von 1.2 Mio. Franken. Mit dem Ja zur Steuererhöhung würden wir einen kleinen Teil unserer Steuerersparnisse an die Gemeinde weitergeben.

Wenn in Worb die bisherige Lebensqualität beibehalten und genügend Geld für die Gemeindeentwicklung zur Verfügung stehen soll, braucht es diese Steuererhöhung. Es hat sich gezeigt, dass der Handlungsspielraum für Sparmassnahmen auf Gemeindeebene sehr eng und praktisch ausgeschöpft ist und die politisch machbaren Einsparungen nicht reichen, um die Gemeindefinanzen wieder ins Lot zu bringen. Trotz Sparmassnahmen auf allen Ebenen steigt der Aufwand im Voranschlag 2015 um 1,04 Mio. Franken im Vergleich zum Vorjahr.

Mit der Schulraumplanung (Zentralisierung der Oberstufe im Worbboden) und der Ortsplanung (Entwicklung von Hofmatt, Sonnenareal und Worboden), die finanziell am meisten bringen können, wurde zwar vorwärts gemacht, auswirken wird sich dies aber erst in der Zukunft.

Die Finanzplanung zeigt, dass ohne eine Steuererhöhung in den nächsten Jahren mit Defiziten von rund 2 Mio. Franken pro Jahr zu rechnen ist. Das Eigenkapital der Gemeinde würde damit innerhalb von 1 bis 2 Jahren vollständig aufgebraucht.

Eine Steuererhöhung ist also unumgänglich. Der Worber Voranschlag bleibt damit rot und der Spardruck und damit die Forderung an den Gemeinderat ein klares Konzept vorzulegen, wie er die Gemeinde aus der finanziellen Schieflage führen will, bleiben weiter bestehen.

Christa Kühn, Mitglied GGR, parteilos, Sitz SP
So denken die „Grünen“ über die Abstimmungsvorlagen vom 30. November:

NEIN zur Ecopop-Initiative
JA zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung
NEIN zur Gold-Initiative

Liebe Worber Post

Vielen Dank für die Empfehlungen in der Glosse „Wunschträume“. Ich lese die Glosse übrigens gerne und bin immer gespannt auf die originellen Beiträge. Die Empfehlungen, wie die oft matschige, dreckige oder eisige, als Veloweg bezeichnete Naturstrasse im Worbboden/Brüelmoos bei jeder Witterung zu meistern ist, habe ich schon umgesetzt:
Ich habe mich mit Regenhosen und –schuhen ausgerüstet. Mein Velo ist zudem mit einer Nabenschaltung und Zahnriemenantrieb für Querfeldeinfahrten geeignet und muss nicht nach jedem Regen gereinigt werden. Die Ausrüstung habe ich übrigens selber bezahlt und konnte diese auch nicht bei den Steuern abziehen – im Gegensatz zu den Autopendlern, die ja jeden Kilometer gelten machen können.

Da in Anbetracht der Staatsschulden gesparte werden muss, habe ich auch einen Vorschlag: Alle Worberinnen und Worber kaufen sich Regenhosen und -schuhe und pendeln mit dem Velo nach Bern. Dann kann beispielsweise auf den 2 Mia. CHF teuren neuen Autobahntunnel auf der A6 zwischen Bern-Wankdorf und Muri und den 1 Mia. CHF teuren Ausbau des überlasteten RBS-Bahnhofs in Bern verzichtet werden. Die Gemeinde hätte sich auch die 1.3 Mio. CHF für die Belagssanierungen in Vielbringen, der Schulhausstrasse in Worb und der Alten Bernstrasse in Rüfenacht sparen können. Ohne den immer stärker zunehmenden MIV liesse sich auch das Landleben in Worb noch viel besser geniessen.

Liebe Worber Post, ich freue mich, dass es dich noch gibt und du noch nicht dem geöffneten Giftschrank unserer Sparapostel zum Opfer gefallen bist!

Roland von Arx, Grüne-Worb
Velopendler

9. Februar:
Vom Anschieben, Beschleunigen und Bremse(r)n

Anfang Februar stimmen wir u.A. auch über die die Zukunft des öffentlichen Verkehrs ab (FABI). Es gilt, die Wettbewerbsfähigkeit des öV gegenüber der automobilen „Beweglichkeit“ zu erhalten. Nun gibt es auch hier etliche potente BremserInnen, die mit der Angstkeule („teuer“!) dieses zukunftsträchtige, gesamtschweizerische Projekt zu verhindern versuchen. Gerade in Worb mit seinen exzellenten Verbindungen sind wir aufgerufen, für den Erhalt und Ausbau der bestehenden öV-Infrastruktur ein überzeugtes „Ja“ in die Urne zu legen.

BremserInnen versuchen auch, mit der Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ die Selbstbestimmung der Frau (weiter) einzuschränken. Unter dem Deckmantel der Finanzierung (schon wieder!) wird versucht, errungene Positionen rückgängig zu machen, wie wenn die Entstehung des Problems „Abtreibung“ allein Sache der Frau wäre! Auch hier gilt es, den rückwärtsgewandten BremserInnen, die mit dem Deckmantel der Moral auftreten, mutig entgegenzutretenden und „Nein!“ zu sagen.

Das Gleiche gilt für die Masseneinwanderungsinitiative der SVP. Die BremserInnen versuchen eigentlich, die bilateralen Verträge zu torpedieren – und verschweigen dabei, welche Risiken die Schweiz eingeht, wenn die Initiative angenommen wird. Dann stünde die Zukunft von Tausenden auf dem Spiel, die heute jene Arbeit erledigen, die SchweizerInnen nicht mehr machen wollen. (Vor allem zu den geltenden Bedingungen, das ist der eigentliche Skandal.) Wer je einmal im Gesundheitswesen gearbeitet hat, weiss, wie es kommen würde, wenn die Initiative angenommen würde – unvorstellbar!) Also auch hier: Zusammenarbeit beschleunigen, „Nein“ zur Initiative!

Die Grünen sagen auch „Nein“ zur kantonalen Abstimmung über die Konkordatsverschärfung, weil sie alle BesucherInnen von Sportveranstaltungen unter Generalverdacht stellt und den erfolgreichen „Berner Weg“ gefährdet. Hier gilt: bremsen!

Peter Willener, Grüne-Worb

Eishockey im Hochsommer und baden in der Aare

Der Hochsommer hat auch Worb mit Temperaturen von weit über 30 °C erfasst. Wer aber im nahegelegenen Schwimmbad Abkühlung sucht wird enttäuscht, denn das Wasser ist dort nicht wesentlich kühler als die Lufttemperatur und Abkühlung findet man nur noch in der einige Kilometer entfernten Aare. Zu verdanken haben wir dies russischen Eishockeyspielern, die auch bei 33 °C trainieren müsse – und das ausgerechnet in Worb im Hochsommer, wenn eine Abkühlung im nahegelegenen Schwimmbad für die Bevölkerung so willkommen wäre.

Mit einem Postulat der Grünen Partei wurde der Gemeinderat im Oktober 2011 beauftragt, zu prüfen, wie er die Energieeffizienz und die Verwendung erneuerbarer Energiequellen fördern kann, indem er sich aktiv für den Schutz und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen einsetzt und sich zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Er sollte prüfen, wie er die Ziele einer 2000-Watt-Gesellschaft und eine Reduktion des CO2-Ausstosses auf eine Tonne pro Einwohnerin oder Einwohner und Jahr erreichen kann.

Seither hat der Energieverbrauch der Gemeinde um 8% zugenommen und es wird nun auch im Hochsommer Eishockey gespielt. Trotzdem war der Grosse Gemeinderat an seiner Sitzung im Mai der Meinung, die Anliegen des Postulats seien bereits erfüllt und hat dieses mit 19 zu 18 Stimmen abgeschrieben. Leider fehlten wahrscheinlich die Stimmen der Günen Partei. Wir sind gespannt wie der Gemeinderat das Anliegen des Postulats in seinen Legislaturzielen aufnehmen wird.

Roland von Arx, Grüne-Worb

Benchmark Radweg Worblental

Zustand des Radwegs Nr. 37 durchs Worblental am Montagabend 18. Februar 2013
nach einem ausgesprochen sonnigen Winterwochenende:

Bolligen 17.30 Uhr: Zustand sehr gut!

Stettlen-Deisswil 17.35 Uhr: Zustand gut

Boll 17.45 Uhr: Zustand sehr gut!

Worb 17.50 Uhr: Zustand unfahrbar!

Radwegrichtpläne in der Schublade nützen nichts. Nur wenn Worb den Langsamverkehr auch konsequent fördert trägt es zu einer Verlagerung bei. Zudem wäre dies auch ein sinnvolles Ortsmarketing.
Die Grünen Worb setzen sich für ein sicheres und das ganze Jahr gut befahrbares Radwegnetz ein.
Roland von Arx, Grüne-Worb

«Bern erneuerbar»

Die Initiative «Bern erneuerbar» weist den Weg in eine zukunftsgerichtete Energiepolitik: Sie will, dass im Kanton Bern bis 2035 Strom und ab 2050 Energie für Heizung und Warmwasser vollständig aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Sie will, dass griffige gesetzliche Vorgaben erarbeitet und umgesetzt werden und die Energie dort produziert wird, wo sie gebraucht wird. Damit wird ein grosser Teil der Wertschöpfung bei der Energieproduktion vom Ausland ins Inland verlagert. Es werden sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen und nachhaltige Entwicklungen und Investitionen vorangetrieben. Damit entsteht ein breiter volkswirtschaftlicher Nutzen.

Erdöl und andere nicht erneuerbare Energiequellen tragen zum CO2-Ausstoss und zur Klimaerwärmung bei und müssen früher oder später durch erneuerbare Energiequellen wie Holz-, Wasser-, Sonnen- und Windenergie ersetzt werden. Diese sind aber nur beschränkt verfügbar. Daher müssen wir das Sparpotential ausschöpfen und die Energieeffizienz verbessern. Energiesparmassnahmen, die Förderung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen schaffen wesentlich mehr lokale Arbeitsplätze als neue AKW. Am 17. Oktober 2011 hat der Grosse Gemeinderat von Worb mit deutlichem Mehr ein Postulat der Grünen als erheblich erklär und den Gemeinderat beauftrag sich für die Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft einzusetzen und zu prüfen, wie er:

a. den Energieverbrauch auf 2000 Watt Dauerleistung pro Einwohnerin oder Einwohner reduzieren;

b. den CO2-Ausstosses auf eine Tonne pro Einwohnerin oder Einwohner und Jahr beschränken;

c. die Energieeffizienz und erneuerbaren Energiequellen fördern kann.

Am 3. März 2013 wird über die Initiative «Bern Erneuerbar» und gleichzeitig über einen würdigen Gegenvorschlag abgestimmt, der auf eine Etappierung der Umsetzungsregelung verzichtet. Beide Varianten, die Initiative und der Gegenvorschlag, sind im Sinne des Postulats der Grünen und unterstützen den Wechsel von Atom- und fossiler Energie zu umwelt- und wirtschaftsfreundlichen erneuerbaren Energien.

Abstimmungsempfehlung für den 3. März:
2 x Ja zu «Bern Erneuerbar»;
Ja zur «Revision des Raumplanungsgesetzes».

Roland von Arx, Grüne-Worb

Grüne-Worb machen weiter – auch ausserhalb des Parlaments!

Die Wahlen sind vorbei. Das Worber Stimmvolk hat seinen Willen kundgetan. Die neue Legislatur hat begonnen.

Ohne die Grünen-Worb – jedoch nicht, weil wir nicht gewählt wurden, sondern weil wir mangels Kandidaten leider nicht zur Wahl antreten konnten.
Dies wurde von allen Seiten mit Bedauern kommentiert. Das motiviert uns, weiterzumachen – die Politlandschaft in Worb wäre ohne Grüne einfach farbloser.

Damit das Sinn macht, werden dringend engagierte MitbürgerInnen benötigt, die bereit sind (sei es auch zeitlich begrenzt oder Projekt bezogen) bei uns mitzuarbeiten. Insbesonders willkommen heissen möchten wir Neuzuzüger und jüngere Frauen und Männer und sie zum Mitdenken über die Zukunft Worbs einladen.

Die Themen, mit welchen wir uns in nächster Zeit befassen werden, sind immer noch vielfältig:

• Eine nachhaltige ökologische Zukunft für Worb
• Energiefragen
• Förderung des Langsamverkehrs
• Zentrumsplanung Rüfenacht
• Die Umfahrung und ihre Folgen für den Worber Dorfkern
• Integration der Ausländerinnen und Ausländer
• Wohnraum und Raumplanung
• Finanzen

Wie unsere abtretende Parteipräsidentin bereits in einer früheren Worber Post sagte: „Wer in einer Gemeinde von der Grösse Worbs mitreden und mitbestimmen will, muss fast bei einer Partei mitmachen.
‚Mitmachen’ heisst jedoch nicht unbedingt ‚Mitglied’ werden“.

Wenn Sie Interesse haben, die Zukunft mit den Grünen-Worb aktiv mitzugestalten, melden Sie sich unverbindlich. Sie sind auch herzlich
eingeladen, an einem unserer Höcks teilzunehmen. Sie finden uns unter:
www.gruene-worb.ch.

Günter Heil, Mitglied Grüne-Worb

Die Grünen wünschen schöne Feiertage!

Die Grünen Worb wünschen Ihnen schöne Feiertage und ein glückliches neues Jahr!

Den gewählten Frauen und Männern wünschen wir Geist und Gelassenheit bei der Arbeit, Ihnen, liebe Worberinnen und Worber, eine gute Winterzeit.

Wir werden uns im nächsten Jahr für innovative und weltgerechte Lösungen einsetzen und in der Gemeindepolitik präsent bleiben.

Die Ortsplanungsrevision, die Stärkung der Ökologie und die Gesundung der Finanzen in der Gemeinde sind die Schwerpunkte.

Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, eine ökologische, liberale und soziale Politik in der Gemeinde umzusetzen, melden Sie sich bei uns.
Urs Gerber, Vizepräsident Grüne Worb

Wahlempfehlungen der Grünen Worb

Die Grünen Worb nehmen nicht an den Worber Wahlen teil. Wir bestehen aber weiter und werden uns weiterhin politisch in der Gemeinde engagieren.

Wir sind die einzige Partei, die grün, sozial und liberal ist. Wir sind grün und schützen die natürlichen Ressourcen und das ökologische Gleichgewicht. Wir sind sozial, weil wir als Teil der Gesellschaft Verantwortung für Schwächere übernehmen. Die Grundhaltung ist liberal, weil alle Menschen ihre Handlungs- und Entscheidungsfreiheit haben sollen, soweit nicht die Freiheit und das Wohl der anderen berührt werden.

Worb steht vor wegweisenden Entscheidungen: (1) Die neue Ortsplanung soll Kulturland und die Naturlandschaft erhalten, Wohnen mit Anbindung an den öffentlichen Verkehr ermöglichen und eine Verdichtung bringen, die ein massvolles Bevölkerungswachstum ermöglicht. Neue Formen des Wohnens und Arbeitens können auch in unserer Gemeinde umgesetzt werden – innovative Lösungen gibt es bereits. (2) Worb ist in Sachen Energiepolitik viel zu passiv. In Sachen Energiestadt geht gar nichts mehr. Die Gemeinde könnte wenigstens die Initiativen und Projekte von Firmen und Privaten unterstützen.

Am Wochenende sind Wahlen. Wenn Sie bisher noch nicht gewählt haben: Tun Sie es! Sie erweisen unserer Gemeinde einen wichtigen Dienst. Für die Wahl des Gemeindepräsidenten haben wir Stimmfreigabe beschlossen. Für die Wahl des Gemeinderats und des Grossen Gemeinderates empfehlen wir, gezielt Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen, welche die Probleme jetzt lösen und nicht auf Kosten unserer Nachfahren aussitzen wollen: also Worberinnen und Worber, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet sehen. Wir empfehlen Ihnen, Frauen zu wählen, speziell in den bisher männlich besetzten und offensichtlich zur Zusammenarbeit unfähigen Gemeinderat. Dieser muss unbedingt erneuert werden. Für den GGR empfehlen wir Ihnen namentlich Christa Kühn-Blank. Sie hat bisher in der Fraktion der Grünen mitgearbeitet und kandidiert auf der Liste der SP.

Mehr Informationen zu unserer Tätigkeit finden Sie unter:
www.gruene-worb.ch.

Urs Gerber, Vizepräsident Grüne Worb

Aussenschulen gefährdet?

«Nicht schon wieder!» werden sich Viele denken. Wir haben doch erst kürzlich darüber abgestimmt und das Resultat war klar, auch die Aussenorte sollen ein Schulhaus haben, solange genügend Kinder die Schule besuchen.

Bereits im Jahr 2007 fand eine Abstimmung zu diesem Thema statt. Die Worber Bevölkerung hat sich damals mehrheitlich für einen Weiterbestand der Aussenschulen ausgesprochen. Und das, obwohl Gemeinderat und Parlament die Schliessungen befürworteten. Nun geht die Diskussion in eine neue Runde. Diesmal will sich an diesem heiklen Thema niemand die Finger verbrennen. Die Bevölkerung wird von Anfang an mit in die Diskussion einbezogen. Der Druck ist gross, unsere Schulstrukturen neu zu organisieren. Der neue Finanz- und Lastenausgleich beteiligt die Gemeinden stärker an den Lehrerbesoldungen. Gemeinden mit kleinen Klassen werden zur Kasse gebeten. Für Worb bedeutet die neue bernische Schulfinanzierung Mehrkosten von 660 000 Franken. In der Oktobersitzung hat das Parlament mit grosser Mehrheit das Budget 2013 mit einem Defizit von 1.15 Millionen genehmigt. Auch der Finanzplan 2013 bis 2017 wurde, trotz düsterer Prognosen, gutgeheissen. Die Sachlage ist klar: Sparen oder Steuern erhöhen. Viele Ausgaben in einer Gemeinde lassen sich nicht wesentlich beeinflussen. Wenn also mehrere 100 000 Franken mit der Optimierung von Schulstrukturen eingespart werden könnten, ist es die Pflicht der Gemeinde, dieses Sparpotential zu prüfen.

Kinder und Bildung sind ein wertvolles Gut, die dürfen auch etwas kosten. Das Geld soll aber nicht in teure Strukturen fliessen sondern möglichst den Kindern zugutekommen. Es ist wichtig, dass jedes Kind in unserer Gemeinde von einem guten und vielfältigen Bildungsangebot profitieren kann.

Dass die Gemeinde die Debatte zur Schliessung der Aussenschulen noch einmal führt, ist richtig. Das Beibehalten der bisherigen Schulstrukturen ist teuer. Den Stimmberechtigten muss bewusst werden, dass sie eine Steuererhöhung in Kauf nehmen, wenn wir den Status Quo halten wollen.

Sibylle Flentje, Mitglied Grüne Worb

Weniger CO2 in unserer Region? Velobahnen!

Aufbruchstimmung in Worb? Wichtige Weichenstellungen stehen an, die Worber Verkehrssanierung steht dabei im Zentrum: „Verkehrsberuhigung“ – das grosse Zauberwort: Mit der neuen Verkehrsführung soll die Lebensqualität in unserer Gemeinde umfassend gefördert werden.

Gemeint ist damit primär der motorisierte, CO2-intensive Verkehr, der allerdings im Untergrund, bzw. lediglich die Hauptachse umfahrend, nicht weniger CO2 ausstösst.

Dem Verkehr CO2-freier Verkehrsmittel wie dem Velo scheint hingegen weiterhin ein Schattendasein zugewiesen zu werden. Dabei stehen die Chancen auf umfassendes Neugestalten unserer Verkehrswege so gut wie noch nie: Mit dem Ausbau von bereits bestehenden Velowegen zu vom Wetter unabhängigen, ganzjahrestauglichen und kreuzungsarmen Velobahnen kann das Umdenken im mittleren Nahverkehr aufgenommen und ausgebaut werden – dies sowohl für den Freizeitbereich, vor allem aber für den täglichen Berufsverkehr in der Agglomeration. Die erfreuliche technische Entwicklung der Velos im Allgemeinen wie auch der E-Bikes im Besonderen trägt fortlaufend das ihre dazu bei. Die Umsetzung bereits bekannter Planungsrichtlinien muss nun zügig an die Hand genommen werden.

Unsere „Politik“ muss darauf verpflichtet werden, aus Lippenbekenntnissen („Förderung der Lebensqualität“) reale Projekte („Lebensqualität“) zu formen!

Der hier abgebildete Plan zeigt die zentralen Anforderungen an eine Zukunfts gerichtete Planung der Velobahnführung in unserer Region auf, wie sie von kompetenten Velobahn-Fachpersonen vorgeschlagen wird.

Vergleiche dazu den detaillierten Beitrag der Grünen Worb:
„Mitwirkung zum Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept (RGSK)“, unter Punkt 5.Verkehr.

Günter Heil, Mitglied Grüne Worb

Gemeindewahlen ohne Grüne

Liebe Worberinnen und Worber,

Sie haben es vielleicht schon gehört: Die Grünen werden im November nicht zu den Gemeindewahlen antreten. „Schade“, werden Sie als Grün-Wählende sagen. Ja, auch wir bedauern diesen Umstand sehr und wünschten, es wäre anders. Aber eine Partei lebt eben nicht nur von Wählerinnen und Wählern, sondern vor allem von aktiven und engagierten Mitgliedern. Und genau diese fehlen den Grünen Worb.

Wir haben zwar zahlreiche Sympathisanten, Interessentinnen und Gönner, aber leider nicht genügend Mitglieder, die den Aufwand und die Verantwortung für ein Mandat im GGR oder GR auf sich nehmen wollen. Dabei müsste ja ein politisches Engagement keine Lebensaufgabe sein, sondern könnte während ein paar Jahren eine spannende Erfahrung darstellen, die man sich mit Anderen teilt und irgendwann auch wieder abgeben kann. Warum ist Politik so unattraktiv? Warum höre ich immer wieder, dass man es zwar eine gute Sache findet, was die eine oder andere Partei tut, vielleicht sogar etwas zahlen möchte, aber mitmachen – Nein, danke, bitte nicht.. „Schade“, wirklich!

Die Grünen werden auch ohne Einsitz im GGR weiterbestehen und sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Gemeinde Worb stark machen. Wenn Sie Interesse haben, die Zukunft der Grünen Worb mitzugestalten, melden Sie sich unverbindlich. Sie finden uns unter www.gruene-worb.ch.

Barbara Rebsamen-Wenger, Präsidentin Grüne Worb
(barbara.rebsamen@gmail.com)

Fahrpreishinterziehung

Fahrpreishinterziehung ist kein geläufiges Wort. Schwarzfahren ist üblicher, passt aber für den nachfolgenden Vergleich weniger gut.

Kavaliersdelikt ist geläufiger. Zwei davon möchte ich einander gegenüberstellen:
Fahrpreishinterziehung und Steuerhinterziehung.
Dabei gibt es mindestens drei Betrachtungsebenen:

– 1. Die Deliktsummen: Bei der Fahrpreishinterziehung geht es meistens um ein paar Franken, bei der Steuerhinterziehung weiss man das nicht so genau, aber auch hier geht es manchmal um ein paar Franken, häufiger um grosse, grössere oder sehr grosse Beträge.

– 2. Das Strafmass: Klar ist, Fahrpreishinterziehung ist eine Straftat und wird auch bei kleinen Beträgen geahndet. Steuerhinterziehung ist in der Schweiz keine Straftat und wird somit nicht geahndet, unabhängig davon wie gross die „Deliktsumme“ ist.

– 3. Gesellschaftliche Akzeptanz: Fahrpreishinterziehung gilt bei einigen Jugendlichen als „Challenge“.
Einige hinterziehen den Fahrpreis aus echter finanzieller Not.
Auch die Steuerhinterziehung gilt in vielen Kreisen als „Challenge“, aber weniger um Eindruck zu machen, sondern dem verpönten Staat ein Schnippchen zu schlagen und damit echt mehr finanziellen Spielraum zu haben, zB für einen noch etwas stärkeren Neuwagen oder die Zweitferien in der Karibik.

Nur damit es klar ist: Als Eisenbahner auf Lebenszeit kann und will ich das Schwarzfahren im ÖV nicht gutheissen. Aber es ist nicht jede und jeder kriminell, der die Mehrfahrtenkarte nicht abgestempelt hat.

Die Steuerhinterziehung hingegen wird bewusst vollzogen. Das Nichtversteuern von versteckten Konti oder die Schönung der Pendlerpauschalen oder die Erbschaftstricks können nicht unter der Rubrik „Vergessen“ abgehackt werden.

Gut: Wenn ich an den vorgesehenen Kauf der neuen Flugis (Gripen) denke oder an den Bau der zweiten Gotthardröhre, komme auch ich in Versuchung die Steuern zu verweigern. Aber das wäre etwas holzschnittartig. Da ich mich immer noch an die Demokratie klammere, denke ich, dass wir es in der Hand haben, diejenigen Politiker und Politikerinnen zu wählen, die das Problem der Steuerhinterziehung angehen und das Bankgeheimnis nicht „in Stein gemeisselt“ sehen.

Die nächste Gelegenheit dazu ist im Herbst bei den Gemeindewahlen. Da geht es zwar nicht um „Gripen“ und Gotthardröhren aber (auch) um ökologische und soziale Verwendung der Gemeindesteuern.

Also: Die original-echten Grünen wählen.

Hans-Ulrich Steiner, Grüne Worb, Rüfenacht

Alterswohnungs-Notstand

Erfreut konnten wir mitte April zur Kenntnis nehmen, dass der Kanton den Ausbau des Altersheims Beitenwil bewilligt hat. Wir werden also 10 weitere Pflegeheimplätze erhalten.

Zwischen dem Wohnen zu Hause und dem Heimeintritt besteht in Worb jedoch ein Mangel an Wohnangeboten. Menschen mit einem geringen Betreuungs- und Unterstützungsbedarf sind oft gezwungen, entweder in eine Pflegeinstitution einzutreten oder in eine „altersgerechte Wohnung mit Dienstleistungen“ in einer andern Gemeinde zu ziehen. Unter „altersgerechten Wohnungen mit Dienstleistungen“ verstehen wir eine hindernisfreie (2-Zimmer-) Wohnung mit einem integrierten Notrufsystem, die Mahlzeiten, die wöchentliche Reinigung und auf Wunsch eine Ansprechperson, die weitere Hilfe und Dienstleistungen vermittelt.

Heute rechnet man damit, dass zirka 5 % der Bevölkerung im AHV-Alter eine altersgerechte Wohnung brauchen. Dies bedeutet, dass für unsere Gemeinde bis 2030 Angebote für rund 150 Personen zur Verfügung stehen sollten.

Altersgerechte Wohnungen zu erschwinglichen Preisen nützen auch jungen Familien, weil sie es für ältere Personen interessant machen, aus ihren grossen Wohnungen oder Häusern auszuziehen und diese dann für die Jungen frei werden.

Leider ist in Worb nicht mit einer raschen Verbesserung der Situation zu rechnen. Einzig die Stiftung Alterssiedlung Zelgweg bietet 20 Wohnungen mit Dienstleistungen (Notruf und Hauswart), nach der Renovation werden es noch 17 sein. Eine vorgesehene Aufstockung, die 6 weitere Wohnungen hätte bringen können, kann, wegen der gescheiterten OP06+, (noch) nicht realisiert werden.

Mit Alterswohnungen wurde in der Dreiklang Abstimmungsbotschaft im Mai 2009 geworben und nun muss befürchtet werden, dass die Umsetzung dieses Projektes scheitern könnte und somit auch dort keine weiteren altersgerechte Wohnungen geschaffen werden.

Der Gemeinderat darf nicht länger zuwarten. Worb braucht dringend ein Konzept für das Wohnen im Alter.
Christa Kühn, Mitglied GGR
Grüne Worb

Dreiklang billig abzugeben

Für Aussenstehende ist schwer verständlich, woran das Dreiklang-Projekt eigentlich krankt. Sicher ist: Der Gemeinderat verhandelt mit möglichen Investoren, der Abschluss der Verhandlungen verzögert sich. Die Aufsichtskommission empört sich, weil sie nicht in das laufende Verfahren Einblick nehmen kann, die SVP will womöglich Anzeige erstatten. Und: Der letzte Projekteintrag auf der Gemeinde-Webseite stammt vom Oktober 2011.

Vor vier Jahren gingen die Wogen ebenfalls hoch: Unüblich schnell wurde eine Zonenplanänderung vorgenommen, um dem deutschen Discounter ALDI einen Platz auf der Hofmatt zu verschaffen. Die Grünen erreichten mit einer Einsprache, dass wenigstens gewisse Rahmenbedingungen eingehalten werden: umweltschonende Energieversorgung und –nutzung, Fuss- und Radwegverbindungen gemäss Richtplan, ein für Fussgänger attraktiver Vorbereich. Ein Referendum mit Volksvorschlag von couragierten BürgerInnen haben wir unterstützt, sind jedoch unterlegen. Zu verheissungsvoll waren die Versprechungen der Befürworter (FDP, SP, SVP, EVP, Worber Gewerbe): Es werde keinen Mehrverkehr geben und das Lädelisterben werde gestoppt. Bis 30 neue Arbeitsplätze würden geschaffen. Die teure unterirdische Einstellhalle mit 198 öffentlichen Plätzen werde von ALDI finanziert (Umfang ca. 5 Millionen Franken). Es werde altersgerechte und bezahlbare Wohnungen geben. ALDI werde diskret im Untergeschoss platziert. Und: Der Baurechtszins von mehreren hunderttausend Franken werde der Gemeinde erlauben, einen guten Teil der Betriebskosten der neuen Freizeitanlage Wislepark zu bezahlen.

Doch: Man hört, dass ALDI jetzt nur noch als Mieter auftreten wolle. Die Vorfinanzierung der Einstellhalle sei gefährdet. Der Baurechtszins werde kaum zweihunderttausend Franken erreichen und der Baustart könne aus technischen Gründen erst mit Fertigstellung des Hochwasserschutzprojekts erfolgen. Was wahr ist, wissen die sieben Gemeinderäte. Wird das „Filetstück“ jetzt billig verscherbelt? Die Aufsichtskommission wird am Schluss prüfen müssen, wer für den Missklang verantwortlich ist. Wer bezahlen muss, ist jetzt schon klar: die Worber BürgerInnen.

So denken die Grünen über die Abstimmungsvorlagen vom 17. Juni:

NEIN zur Initiative „Staatsverträge vors Volk“
Schon heute können wir mittels Referendum über alle wichtigen Staatsverträge abstimmen. Dafür braucht es keinen Abstimmungszwang.

Nein zur Bauspar-Initiative (Eigene vier Wände dank Bausparen)
Die Initiative nützt nur Besserverdienern. Die Steuerausfälle für den Kanton und die Gemeinden wären gross.

Stimmfreigabe zur Managed-Care-Vorlage
Ein vernünftiges Anliegen wurde mit schlechten Zugaben (fast) ungeniessbar gemacht.

Urs Gerber, Vizepräsident Grüne Worb

Liegen die „Schnäppchen“ vor der Haustüre?

Mögen Sie Insalata Caprese mit feinem Dattel-Balsamico-Dressing, dazu einen feinen Tropfen aus Spanien? Für die Zutaten müssen Sie nicht weit gehen. Auserlesener Balsamicoessig, hochwertiges Olivenöl und den Wein finden Sie im Spezialiätengeschäft Wenger an der Bernstrasse oder im Gsund und Gnuss Bio-Lädeli in der Meienhofstatt. Diese Köstlichkeiten finden Sie vor Ihrer Haustüre!

„In Worb haben wir Glück. Wir haben tolle Einkaufsmöglichkeiten, dank der vielen innovativen kleinen und mittleren Unternehmungen (KMU’s), die in unserer Umgebung ansässig sind. Mir persönlich macht das Einkaufen in Worb Spass. Ich schätze die grosse Vielfalt, den kompetenten Service und den Kontakt zur Dorfbevölkerung. Zudem kann ich in kürzester Zeit viele Geschäfte mit dem Velo aufsuchen und habe so das Fitnesstrainining gleich inklusive“.
Das habe ich vor vier Jahren in der Worber Post geschrieben. Heute stelle ich ernüchternd fest, dass die Vielfalt unserer Einkaufsmöglichkeiten stark abgenommen hat. Innert kürzester Zeit wurden viele kleinere Geschäfte geschlossen. Der homo oeconomicus mit dem „Geiz ist geil“-Ansatz hat sich auch hier in Worb durchgesetzt. Die „Schnäppchen“ werden jetzt im billigen Discounter gekauft. Trotz hochwertiger Produkte und verkehrstechnisch guter Lage kämpft Wenger Spezialitäten ums Überleben. Im Moment schlängelt sich zwar jeden Tag eine Blechlawine durch Worb. Aber die KMU’s und die kleinen Geschäfte profitieren nicht von diesen vielen Durchfahrten. Die meisten Autofahrer wollen möglichst schnell durch Worb aufs Land in ihr „Häuschen“. Mit der Umfahrungsstrasse um Worb wird sich die Blechlawine in vier Jahren durch den Wislentunnel wälzen und das Dorfzentrum gehört wieder uns Worbern. Ich hoffe, dass sich die Einkaufssituation wieder verbessern wird und freue mich schon jetzt auf eine entschleunigte Flanier- und Einkaufszone im Worber Dorfzentrum. Vielleicht sehen wir uns nächstens einmal beim Einkaufsbummel in einem Worber Lädeli?

Philippe Seiler, GGR Mitglied Grüne Worb

Inexistente Familienpolitik

In der Worber Entwicklungsstrategie ist folgender Leitsatz zum Thema „Zusammenleben“ formuliert: Die Gemeinde Worb engagiert sich besonders in der Jugend-, Bildungs-, Familien- und Alterspolitik. Zugegeben: Die Bildungs- und Alterspolitik wird mit viel Engagement vorangetrieben. Jugendpolitik im weitesten Sinne ist auch vorhanden – immerhin wird die offene Jugendarbeit unterstützt. Familienpolitik hingegen sucht man vergeblich…

Niemand von den Herren Gemeinderäten scheint sich dafür zuständig zu fühlen. Beispielhaft zeigt sich das Desinteresse an der Geschichte des Projektes „Familienspielplatz im Zentrum von Worb“.

Vor vier Jahren wurde unter eben diesem Titel ein Volkspostulat lanciert. Über 800 Unterschriften konnten dem damaligen Gemeindepräsidenten übergeben werden – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bevölkerung mehr familienfreundliche Infrastruktur wünscht.

Anfangs sah es sogar danach aus, als ob die Gemeinde das Anliegen zügig voranbringen wollte: Man hat mit Interessensvertretern und einer externen Firma die Planung aufgenommen. Ein Ideenwettbewerb sollte stattfinden und mögliche Standorte für den Spielplatz geprüft werden.

Bereits ein paar Monate später wurde das Projekt allerdings auf Eis gelegt. Seither bekommen die Beteiligten etwa einmal pro Jahr ein Mail von der Bauabteilung mit fadenscheinigen Begründungen für die Verzögerung.

Bewegt hat sich nichts mehr. Und in absehbarer Zeit wird sich auch nichts mehr bewegen. Der Platz vor dem Schulhaus Zentrum wird frühestens 2018 umgestaltet und die Idee, den Spielplatz in den Wislepark zu integrieren, wird wohl wie so manches Familienanliegen am politischen Willen scheitern – leider!

Wir Grünen kämpfen weiterhin für ein familienfreundliches Worb: Wir setzen uns ein für Begegnungsräume, Verkehrswege und Strukturen, die optimale Aufwachsbedingungen unterstützen. Wenn auch Ihnen diese Themen ein Anliegen sind, melden Sie sich bei uns. Mehr Informationen finden Sie unter www.gruene-worb.ch.

Barbara Rebsamen-Wenger, Präsidentin Grüne Worb
(barbara.rebsamen@gmail.com)

Ortsplanung – wie weiter?

Die Abstimmungsparolen der Gegner der OP06+ haben klar aufgezeigt, in welche Richtung die neue Ortsplanung gehen muss: kein Kulturlandverlust, innere Verdichtung und keine Zunahme des Verkehrs. Diese Vorgaben wären klar und einfach umzusetzen. Es gibt dabei nur ein kleines Problem: Den Kulturlandverlust, die Innere Verdichtung und den Verkehr will man v.a. nicht vor der eigenen Haustüre und vor der eigenen Aussicht. Der Verkehr und die Kulturlandverluste in Richigen, Vielbringen und den anderen Aussenorten stören jedoch nur eine kleine Minderheit.

Einzonungen in den Aussenorten zahlen sich aber für die Entwicklung der Gemeinde nicht aus und ziehen grosse Investitionen in die dezentrale Infrastruktur und Erschliessung nach sich. Sie führen auch zu einer weiteren Zunahme des motorisierten Individualverkehrs.

Daher sind dezentrale Einzonungen mit schlechter ÖV-Erschliessung aus raumplanerischer Sicht und auch aus Sicht der Grünen unerwünscht. Das Komitee „Worb/Rüfenacht bleibt grün“ setzt auf „Innere Verdichtung“ – wir auch! ABER wo bitte, wenn nicht im Hinterhaus oder in der Bächelmatt??

Viel Neues ist von Grossgruppenkonferenzen und Bevölkerungsbefragungen nicht zu erwarten. Die Analyse und Aufarbeitung der Argumente zur Abstimmung OP06+ und die Ausarbeitung neuer Vorschläge ist Sache von Fachpersonen und der Planungskommission. Die Bevölkerung ist selbstverständlich anschliessend in einem Mitwirkungsverfahren einzubeziehen. Dann wird sich zeigen ob die neuen Vorschläge genehmigungs- und mehrheitsfähig sind.
Roland von Arx, Fraktionspräsident Grüne Worb

Bestimmen Sie mit! Stimmen Sie ab!

Gleich fünf eidgenössische Abstimmungen werden dieses Wochenende entschieden. Eine davon ist auch eine Massnahme gegen das Lädelisterben in Worb. Bestimmen Sie mit!

So denken die Grünen über die Vorlagen:

– JA zur Initiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen“
Jedes Jahr entstehen über 8‘000 neue Zweitwohnungen. Diese Entwicklung muss gestoppt werden. Der Zweitwohnungsbau zerstört unsere intakte Bergwelt und die Kulturlandschaft.

– NEIN zur Bauspar-Initiative
Wer sich kein Wohneigentum leisten kann, wird das auch weiterhin nicht können. Nur Wohlhabende können bis 15‘000 Franken pro Jahr sparen.
Diese zahlen künftig weniger Steuern, die der Staat beim Mittelstand und den Armen holen muss.

– JA zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“
Sechs Wochen Ferien als Minimum sind gerecht und tragbar. Zwischen 1992 und 2007 ist die Arbeitsproduktivität um mehr als 21 Prozent gestiegen, die Reallöhne nur um 4 Prozent. Mit einer Übergangsfrist bis 2018 ist die Erhöhung der Lohnsumme um durchschnittlich 2 Prozent für die Unternehmen gut umsetzbar.

– JA zum Bundesbeschluss über die Regelung der Geldspiele zugunsten gemeinnütziger Zwecke
Der Reingewinn aus den Lotterien und Wetten von den Kantonen wird weiterhin für gemeinnützige Zwecke in den Bereichen Soziales, Kultur, Umwelt und Sport verwendet. Die Abgaben der Casinos fliessen wie bisher in die AHV.

– JA zum Bundesgesetz über die Buchpreisbindung
Die Buchpreisbindung hilft den kleinen Buchhandlungen, auch unserem Bijou in Worb. Länder mit Buchpreisbindung haben tiefere Buchpreise. Mit einem JA fördern wir die Bildung und die Literatur.

Urs Gerber, Vizepräsident Grüne Worb

Frauen, macht mit!

Liebe Worberinnen,

die Gemeindepolitik braucht euch in diesem Wahljahr 2012 mehr denn je! Unser Gemeinderat ist zurzeit ein reines Männergremium, im 40-köpfigen GGR sitzen gerade mal 12 Frauen. Wir Frauen haben es in der Hand, diese Missstände zu verändern. Macht mit bei einer Partei, die euch entspricht und lasst euch als Kandidatinnen aufstellen!

Leider höre ich immer wieder von Frauen, dass sie sich vor politischem Engagement scheuen, obwohl Interesse durchaus vorhanden wäre.

Da ist zum einen das Bekenntnis zu einer Partei, mit dem sich viele schwer tun. „Es gibt einfach keine Partei, mit der ich mich voll und ganz identifizieren kann“, höre ich immer wieder. Nun, auch ich bin nicht immer gleicher Meinung wie meine Kolleginnen und Kollegen von den Grünen Worb, ganz zu schweigen von der kantonalen oder gar nationalen Grünen Partei, mit der ich ab und zu mal das Heu gar nicht auf der gleichen Bühne habe… Und trotzdem: Wer in einer Gemeinde von der Grösse Worbs mitreden und mitbestimmen will, muss fast bei einer Partei mitmachen. „Mitmachen“ heisst nicht unbedingt „Mitglied werden“. Wir Grüne hatten bei den vergangenen Wahlen immer zahlreiche Parteilose auf unserer Liste. Man muss auch stets bedenken, dass – gerade auf kommunaler Ebene – die Parteien a) von den Personen leben, die dabei sind, und dass man b) bestrebt ist, für seinen unmittelbaren Lebensraum pragmatische Lösungen zu suchen und nicht einem Diktat der nationalen Mutterpartei unterstellt ist.

Zum andern sagen mir Frauen auch oft, wenn es um ein GGR-Mandat geht, „Das kann ich doch nicht… All dieses politische Fachwissen, der Aufwand zum Vorbereiten… und dann vor so vielen Leuten reden…“. Ich antworte jeweils: „In einem kleinen Dorf würdest du doch sicher an die Gemeindeversammlung gehen.“ „Ja, schon, aber…“. Kein Aber, auch der GGR ist halb so wild. 1. ist man in der Fraktion nicht alleine, die Arbeit kann aufgeteilt werden 2. kann man sich in bei Interesse in alle Themen einlesen und bekommt zudem viel Unterstützung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen oder freundliche Mitarbeitende der Verwaltung und 3. ist das Sprechen vor Leuten vielleicht am Anfang herausfordernd, aber langfristig bestimmt eine tolle Erfahrung, die einem mit gestärktem Selbstwertgefühl aus der Sitzung rausgehen lässt.

Also, liebe Frauen: Macht nicht länger die Faust im Sack, sondern bestimmt aktiv mit, wie die Zukunft unserer Gemeinde aussehen soll.
Wir Grünen freuen uns über neue Ideen und Gesichter. Gerne gebe ich Interessierten weitere Informationen.

Barbara Rebsamen-Wenger, Präsidentin Grüne Worb
(barbara.rebsamen@gmail.com)